GEDENKJAHR 1938 in Mödling - ZUM NACHLESEN:
BÜCHER & DIPLOMARBEITEN & GUTACHTEN

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Neue Artikeln von Gerhard Metz: zum Gedenkjahr 1938
Novemberpogrom am 9. November 1938 in Rodaun, Liesing & Mödling PDF öffnen
Gedenkjahr 1938: Einmarsch, Novemberpogrom, Arisierung & Deportationen / einer der letzten Augenzeugen, Werner Burg berichtet vom Brand der Synagoge in Mödling / Stolpersteine in Mödling, wie es dazu kam PDF öffnen
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AUSGELÖSCHT - Vom Leben der Juden in Mödling. Edition Umburch, 1988, Franz Rinner, Roland Burger & Franz R. Strobl
Das Standardwerk über die Juden und deren Vertreibung in Mödling. Leider total vergriffen,
aber auf der Webseite der Stadt Mödling kann man das Buch als PDF runterladen.
Es besticht durch eine exzellente historische Aufarbeitung und vielen Berichten von Zeitzeugen der Nazizeit zwischen 1938 und 1945 in Mödling. Historisch war das Buch auch der Anfang von einem „Umdenken“ über all diese Ereignisse in Mödling. Die Synagoge von Mödling konnte, wie in anderen Orten in NÖ nicht mehr gerettet werden. Die ausgebrannte Ruine, nach dem Novemberpogrom am 9.11.1938 wurde 1987 noch schnell abgetragen.
leider
kein
link
Neuauflage 2016, AUSGELÖSCHT - Vom Leben der Juden in Mödling. Pilum Literatur Verlag,
kann leider nicht verkauft werden, weil der Mitherausgeber der Erstauflage, Franz R. Strobl seine Zustimmung noch nicht erteilt hat, ...Die grafische Rekonstruierung der nicht mehr vorhandenen Synagoge bestechen durch ihre Schönheit und Ausdruckkraft.
Weiters ist dort interessant zu lesen, wie nach diversen Umwidmungen zuerst 1982 das Wohnhaus abgerissen wurde, dann 1987 die Ruine der Synagoge, Nachdem die Israelitische Kultusgemeinde das Arreal verkauft hatte erfolgte 1992 der Bau des heutigen dort bestehenden Gebäudes. Hoffentlich gibt es mit dem Erstherausgeber bald eine Lösung, da viele ungeduldig auf das Erscheinen warten.
  Diplomarbeiten über die Nazizeit in Mödling
Heute ist man oft verwundert, warum die Aufarbeitung dieser schrecklichen Zeit so lange gedauert hat. Ich bin überzeugt, dass der Hauptgrund darin zu finden ist, weil viele Nazi-Parteimitglieder und Sympathisanten (ich will hier jetzt keine Namen nennen, die Liste wäre lang) nach dem Krieg nicht nur das öffentliche Leben in Mödling mitbestimmten, hohe politische Funktionen bis zum Bürgermeister erlangten und weiter Zeitung machten. So dauerte es bis 1988, bis Franz M. Rinner gemeinsam mit KünstlerkollegInnen den Verlag Umbruch gründete und sein Buch „Ausgelöscht, vom Leben der Juden in Mödling“ erschien. Gleichzeitig begann die Aufarbeitung in Form einer langen Liste von Diplomarbeiten zu diesem Thema. Diese sind weitestgehend unbekannt und es wird Zeit dass man diese vor den Vorhang holt. Nicht unerwähnt will ich Albert Drach lassen, den ich persönlich durch meine Freundschaft mit seinem Sohn kennen lernte. Seine Bücher „Z.z.“ und „Die unsentimentale Reise“ sind seine literarische Aufarbeitung des Mödling 1933 bis 1938 bzw. seine Jahre der Emigration. Es dauerte sogar bis 1955, bis der Rechtsanwalt Drach seinen Drachhof komplett „zurück erstritten“ hatte, Mobiliar und Bibliothek blieben verschollen. Erfreulich und bemerkenswert, dass es zur Nazizeit in Mödling einige Diplomarbeiten gibt, die ich hier auf diesem Wege vorstellen will.
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Band1
Band 2
Band 3
Diplomarbeit: Vom Leben der Juden in Mödling, Uni Wien, 1988 von Barbara Schildböck
Es mag ein Zufall sein, dass die jetzige evangelische Pfarrerin in Hartberg dieses Thema zu ihrer Diplomarbeit aussuchte.
Sie hat im Band 1 nicht nur viel aus einschlägiger Literatur zusammengetragen und die Zeit ausführlich durch Zeitungsartikel dokumentiert.
Im
Band 2 machte sie auf Basis der Matriken der IKG Mödling ein Gesamtverzeichnis aller Mödlinger Juden inklusive Verwandtschafts-verhältnisse. Ich hoffe sehr, dass uns dies bei der Suche nach weiteren Stolpersteinen in Mödling noch helfen wird. Im Band 3 katalogisierte sie den kompletten jüdischen Friedhof in Mödling und übersetzte alle Grabinschriften vom Hebräischen ins Deutsche. Barbara Schjildböck bedauertes es in der Einleitung von Band 2, dass es ihre Zeit nicht zuließ die einzelnen Schicksale zu erforschen „es wäre trauriger als das Traurige selbst, wenn es unbekannt bliebe, wohin die vielen Leute „verschwunden“ sind. Möge dieses Personenverzeichnis als ein nützlicher Anfang gesehen werden.“
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Diplomarbeit: Mödling von 1938-1945, Uni Wien, 1994 von Susanne Bartalsky
Sie nahm als Basis ihrer Arbeit das Archiv der „Mödlinger Nachrichten“ und beschrieb ausführlich die Situation der Machtübernahme im März 1938 an den Mödlinger Schulen. Interessant auch die Schilderungen der nationalsozialistischen Übergriffe in den 1920er Jahren in Mödling. Gut aus den aus den Ausgaben der Mödlinger Zeitung recherchiert sind dort die vielen Übergriffen auf jüdische Geschäftsleute und Diskriminierung der damals noch in Mödling wohnenden Juden. Die Anzahl fiel übrigens von 1938 bis 1939 von über 1000 auf 35.
Susanne Bartalsky hat auch relativ genau den damaligen Widerstand herausgearbeitet. Dieser kam aus dem sozialistischen Lager, den Religionen aber auch aus Kleingruppen. Einige Berichte von Zeitzeugen machen diese Diplomarbeit richtig lebendig.
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Diplomarbeit: NS-Herrschaft in Mödling (1938-1945), Uni Wien, 2002 von Ulrike Schalling
Die Schilderung der Zustände im nahe liegenden KZ Aussenlager von Mauthausen in Wiener Neudorf ist auch sehr interessant zu lesen. In den Flugmotorenwerke in Guntramsdorf waren über 5000 KZ-Häftlinge zur Zwangsarbeit eingesetzt. Das Kloster St. Gabriel war aufgelöst, wobei die Kirche als Küche für die tausenden KZ-Häftlinge umfunktioniert war. Auch das KZ-Aussenlager in der Hinterbrühl ist gut dargestellt. Dort gibt es übrigens ein Gedenkstätte, die gegen Widerstand der Gemeinde 1989 vom damaligen Pfarrer Franz Jantsch errichtet wurde. Relativ umfangreiche Recherchen über Arisierungen in Mödling und in der Hinterbrühl machen diese Diplomarbeit auch in diesem Aspekt interessant. In einem Gespräch erzählte sie mir, dass man ihr den Rat gab, darüber „nicht allzu viel zu schreiben“. Auch die Situation in den christlichen Kirchen in Mödling ist relativ genau herausgearbeitet.
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Diplomarbeit: Der 24. Bezirk Mödling, Uni Wien, 2012 von Teresa Galbavy
Hier ist interessant, dass es für Groß-Wien durchaus Beispiele in Deutschland gegeben hat. Es ging darum Millionenstädte, mit einem Gürtel von neuen Wohnungen städtebaulich rasch weiter zu entwickeln. In dieser Diplomarbeit werden die wirtschaftlichen Verhältnisse vor und nach dem Krieg gut herausgearbeitet. Lebendige Berichte von Zeitzeugen, lassen die wissenschaftliche Arbeit wie einen spannenden Roman lesen. Gut herausgearbeitet auch die diversen Widerstandsgruppen in und um Mödling im weiteren Umkreis. Abschließend eine relativ genaue Schilderung der letzten Kriegstage in Mödling, inklusive der Schilderung des Selbstmordes von Dr. Stöhr und seiner Familie, der Betreiber der Verhaftung von Schwester Restituta.

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Gedenkstätten im Bezirk Mödling., www.doew.at – Heinz Arnberger / Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.)
www.doew.at – Heinz Arnberger / Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.): Gedenken und Mahnen in Niederösterreich.
Erinnerungszeichen zu Widerstand, Verfolgung, Exil und Befreiung, mandelbaum verlag 2011
PDF öffnen Auf Spurensuche in Israel - Auszug aus dem Jahresbericht des BG&BRG, Margarethe Zelfel, 2001
Eine Gruppe von Lehrern und Schülern des Gymnasium Keimgasse in Mödling sucht in den alten Lehrer- und Schülerarchiven und stellt anlässlich einer Gruppenreise nach Israel eine Dokumentation zusammen
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Ein ganz gewöhnlicher Mödling bis zum 12. März 1938
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Interviews mit Zeitzeugen "aus dem Krieg gegen Minderwertige" mit Mödling-Bezug (Hyrtl Waisenhaus 1938-1945)
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Wissenschaftliches Gutachten zur Frage der politisch-ideologischen Ausrichtung eines Heimatdichters und Verlegers
Gutachter: Mag. Peter Schwarz - Dieses Gutachten wurde im Auftrag des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW), Wipplingerstraße 8, 1010 Wien, erstellt.
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Der 9. November 1938 in Liesing
Eine Lokalhistorische Dokumentation von Gerald Netzl, Herausgegeben von der Bezirksvorstehung Liesing 2005

 

 


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